#3 September vs. Mai
- Stefan Turowski

- 3. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 11. Dez. 2025
Anfang September 25 habe ich dann etwas gemacht, was wir uns in all den Jahren zuvor nicht getraut hatten: Ich bin während der Saison in den Urlaub gefahren!

Aber dafür brauchte ich natürlich einen guten Grund. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Hochzeit? Vielleicht in Apulien? Und dann auch noch von Sara und Ralf, Klubmitgliedsnummer 52? Wow, besser gehts nicht! Also habe ich mich mit der weltbesten Italien-Professionista Ala ins Auto gesetzt und hatte den wunderbarsten Giro d´Italia überhaupt. Inklusive eines lustigen Abends in Rom mit Sabrina & Allessandro - lieben Freunden mit einem Haus im Kötschachtal. Seltsam, die beiden einmal ohne dicke Winterjacken zu drücken.

Ab dem 12. September gings dann wieder mit dem ganz normalen Wahnsinn los. Erst kam der Schnee. Dann meine Mutter. Aber anders als der Schnee blieb sie bis zum bitteren Ende und hat mir in diesen letzten Monaten unfassbar geholfen. Aber natürlich auch die ein oder andere Kniffel-Klatsche verpasst.
Bei der Nationalratswahl am 29. September landete die rechte FPÖ vor allen anderen Parteien auf dem ersten Platz. Auch in Bad Gastein wurde sie stärkste Kraft. Zum Kotzen! Glücklicherweise hatte ich wieder großartige Gäste, die mich von diesem Irrsinn ablenken konnten.
Meine moralischen Unterstützerinnen und -unterstützer im September 2025:
Christoph & Sabine mit Fritzi, Sebastian, Marcel & Patrick, Melli & Katrin, Claudia & Philipp & Julian & Leonard, Sonja & Sandra, Klaus & Karin und Tim & Jan.
8 Monate später - Mai 2025
In den ersten Maitagen ging es richtig zur Sache. Jetzt hieß es - Endspurt: alles für die Auktion und den Späti fotografieren, die letzten Möbel aus den Zimmern räumen, Verhandlungen mit der Nachpächterin, Kisten von A nach B und wieder zurück schleppen. Und zu guter Letzt: die Übergabe mit den Verpächtern.
Am 5. Mai war es dann soweit: Um 21.02 Uhr drehten wir zum allerletzten Mal den Türschlüssel von unserem Waldhaus um, warfen ihn in den Briefkasten und fuhren den selben Weg hinab, auf dem wir neun Jahre zuvor heraufgekommen waren. Ähnlich schwer beladen, aber mit viel mehr Schlaglöchern.

Zuerst ging es nach Goldegg, in Jans Wohnung. Dort luden wir unsere wertvollste Fracht aus: Mücke und Kater. Für die beiden sollte bereits an diesem Abend ein neues Kapitel beginnen, meines erst einen Tag später...
Am 6. Mai saß ich dann alleine in einem überlangen Transporter und fuhr mit der ersten Hälfte meiner Sachen gen Norden (den Rest hatten wir zuvor in einer Scheune untergestellt). Und eben dieses Schicksal erwartete nun auch meine Transporterladung. Allerdings in Brandenburg bei Silke & Philipp.
Nachdem meine in Umzugskartons und IKEA-Boxen verstauten Habseligkeiten ausgeladen waren, ging es nun darum, auch mich irgendwo unterzustellen. Holger war gerade im Urlaub und hatte mir angeboten, die erste Zeit bei ihm wohnen zu können. Und so hatte sie mich wieder - meine alte Hood: Berlin-Mitte.

In den kommenden Wochen habe ich dann all das nachgeholt, was in der Zeit zuvor viel zu kurz gekommen war: erholen, schlafen, ausruhen, an nichts denken, niemanden sehen. Na gut, niemand ist übertrieben. An meinem Geburtstag überraschten mich Jörg, Cze und Nora mit leckeren Austern und Champagner. Lara war zu Besuch aus München da. Ulli und Lenchen zeigten mir ihren Schlachtensee, Katrin und Melli den Tiergarten, Holger das Wendland und Silke unbekannte Hinterhöfe. Und dann feierten auch noch Hans & Matthias und Till ihre Geburtstage. Aber ansonsten wirklich niemanden...
Ach, Moment! Zwischendurch bin ich nochmal für drei Tage nach Österreich gefahren, um Jan bei seinen Möbelaufbauten zu helfen. Und um für die Katzen irgendwas zu bauen. Irgendwie mussten sie doch vom Balkon im ersten Stock runter und wieder rauf kommen. Hilft doch nichts...






























Kommentare